Tristan van der Vlis: een bricolage
Wat heeft hem bezield? Dat is wat blijft hangen een week na het bloedbad in Alphen aan de Rijn aangericht door Tristan van der Vlis. Een achtergrondbeschrijving in de Volkskrant van vanochtend heeft me verder aan het denken (en zoeken) gezet. Wat hem precies heeft gedreven, zal (vanwege zijn zelfmoord) altijd duister blijven. Maar desalniettemin hier toch een aanzet tot…..het waarom?
1. De schizofreen
De familie omschrijft hem als een schizofreen. Hij was in 2006 al eens voor een ernstige psychose opgenomen geweest. Hij nam al jaren medicijnen tegen waanideexebn. Hij is daar vorig jaar mee gestopt. In zijn afscheidsbrief repte hij er ook van dat hij ' aangetikt werd door geesten' . Dit was uiteindelijk wat hem in de kern tot zijn absurde en abjecte daad dreef. Maar er is meer.
2. De radicale verliezer
Want Tristan past ook in het beeld van de 'radicale verliezer.' Na het afronden van het vmbo versleet hij banen als schoonmaker en chauffeur, maar kon ook zijn laatste baan op een magazijn van C1000 niet behouden. Sindsdien was hij werkloos. Zijn collega omschreef hem als: 'Tristan was meer dan gemiddeld betrokken bij onenigheid. Daarvoor is hij ook ontslagen. Hij was een buitenstaander. Tristan was in zijn afscheidsbrief 'Boos op God, op de mensen en op de maatschappij. Hij dacht dat liefde niet bestond.' (nu.nl)
Dit past in een beschrijving die de Duitse filosoof Hans Magnus Enzensberger over terroristische radicale verliezer heeft geschreven. Ik citeer hier vrij uitvoerig (omdat het zo treffend is) enkele kernpassages van een essay die hij in 2006 in Der Spiegel heeft geschreven:
"Der radikale Verlierer selbst muss sein Teil dazu beitragen; er muss sich sagen: Ich bin ein Verlierer und sonst nichts. Solange er davon nicht xfcberzeugt ist, mag es ihm schlechtgehen; er mag arm sein, machtlos; er mag die Misere und die Niederlage kennen; zum radikalen Verlierer aber hat er es erst gebracht, wenn er sich das Votum der anderen, die sich Gewinner dxfcnken, zu eigen gemacht hat."
" Niemand interessiert sich freiwillig fxfcr den radikalen Verlierer. Das beruht auf Gegenseitigkeit. Der nxe4mlich schlxe4gt, solange er allein ist, und er ist sehr allein, nicht um sich; er wirkt unauffxe4llig, stumm: ein Schlxe4fer. Wenn er sich dennoch einmal bemerkbar macht und aktenkundig wird, lxf6st er eine Irritation aus, die dem Erschrecken nahekommt; denn seine bloxdfe Existenz erinnert die anderen daran, wie wenig es brxe4uchte, und es erginge ihnen so wie ihm. Vielleicht wxfcrde man dem Verlierer sogar beistehen, wenn er nur endlich aufgxe4be. Aber er denkt nicht daran, und es sieht nicht danach aus, dass er sich gern helfen liexdfe."
" Jeden Moment kann er explodieren. Darin besteht die einzige Lxf6sung seines Problems, die er sich vorstellen kann: die Steigerung des xdcbels, unter dem er leidet. Wenn die Polizei endlich da ist, schiexdft er um sich. Amok, heixdft es dann – ein Fremdwort aus dem Malaiischen. Er txf6tet noch einen Beamten, bevor er selbst im Kugelhagel zusammenbricht. Was die Explosion auslxf6st, bleibt unklar."
" Die abfxe4llige Bemerkung eines Vorgesetzten genxfcgt, und der Mann steigt auf einen Turm und zielt auf alles, was sich vor dem Supermarkt bewegt, nicht obwohl, sondern weil das Massaker sein eigenes Ende beschleunigen wird. Woher er nur die Maschinenpistole hat? Endlich einmal ist der radikale Verlierer, vielleicht ist er erst 15 und leidet an seinen Pickeln, Herr xfcber Leben und Tod. Dann, so nennt es der Nachrichtensprecher, "richtet er sich selbst", und die Ermittler gehen an die Arbeit. Sie stellen ein paar Videos sicher, ein paar wirre Tagebuchaufzeichnungen. Die Eltern, Nachbarn, Lehrer haben nichts bemerkt. Gewiss, ein paar schlechte Zeugnisnoten, eine gewisse Zurxfcckgezogenheit; der Junge hat nicht viel geredet. Aber das ist doch kein Grund, ein Dutzend seiner Mitschxfcler zu erschiexdfen. Die Gutachter geben ihre Einschxe4tzungen ab. Die Kulturkritik kramt ihre Argumente hervor. Das Wort Wertediskussion darf nicht fehlen. Die Ursachenforschung verlxe4uft im Sand. Politiker xe4uxdfern ihre Betroffenheit. Man kommt zu der xdcberzeugung, dass es sich um einen Einzelfall handelt."
" Das ist richtig; denn es handelt sich bei all diesen Txe4tern um isolierte Personen, die keinen Zugang zu einem Kollektiv gefunden haben. Es ist falsch; denn offenbar gibt es immer mehr solche Einzelfxe4lle. Dass sie sich hxe4ufen, lxe4sst den Schluss zu, dass es immer mehr radikale Verlierer gibt. Das liegt an den sogenannten Verhxe4ltnissen. Damit kann der Weltmarkt ebenso gemeint sein wie eine Prxfcfungsordnung oder eine Versicherung, die nicht zahlen will."
" Aber vielleicht sollte, wer den radikalen Verlierer verstehen will, etwas weiter ausholen. Der Fortschritt hat das menschliche Elend nicht beseitigt, doch er hat es stark verxe4ndert. In den letzten zweihundert Jahren haben sich die erfolgreicheren Gesellschaften neue Rechte, neue Erwartungen und neue Ansprxfcche erstritten; sie haben mit der Vorstellung eines unabwendbaren Schicksals aufgerxe4umt; sie haben Begriffe wie Menschenwxfcrde und Menschenrechte auf die Tagesordnung gesetzt; sie haben den Kampf um Anerkennung demokratisiert und Gleichheitserwartungen geweckt, die sie nicht erfxfcllen kxf6nnen; und zugleich haben sie dafxfcr gesorgt, dass die Ungleichheit allen Bewohnern des Planeten 24 Stunden txe4glich auf allen Fernsehkanxe4len demonstriert wird. Deshalb hat die Enttxe4uschbarkeit der Menschen mit jedem Fortschritt zugenommen."
"Wo Kulturfortschritte wirklich erfolgreich sind und xdcbel wirklich ausschalten, wecken sie selten Begeisterung", bemerkt der Philosoph. "Sie werden vielmehr selbstverstxe4ndlich, und die Aufmerksamkeit konzentriert sich dann auf jene xdcbel, die xfcbrig bleiben. Dabei wirkt das Gesetz der zunehmenden Penetranz: der Reste. Je mehr Negatives aus der Wirklichkeit verschwindet, desto xe4rgerlicher wird – gerade weil es sich vermindert – das Negative, das xfcbrig bleibt."
" Odo Marquard untertreibt; denn hier geht es nicht um xc4rger, sondern um mxf6rderische Wut. Was den Verlierer obsessiv beschxe4ftigt, ist ein Vergleich, der in jedem Augenblick zu seinen Ungunsten ausfxe4llt. Da der Wunsch nach Anerkennung prinzipiell keine Grenzen kennt, sinkt unvermeidlich die Schmerzgrenze, und die Zumutungen werden immer unertrxe4glicher. Die Reizbarkeit des Verlierers nimmt mit jeder Verbesserung zu, die er bei anderen bemerkt. Den Maxdfstab liefern niemals jene, denen es schlechter geht als ihm. Nicht sie sind es in seinen Augen, die fortwxe4hrend gekrxe4nkt, gedemxfctigt und erniedrigt werden, sondern immer nur er, der radikale Verlierer."
" Die Frage, warum das so ist, trxe4gt zu seinen Qualen bei. Denn es kann keinesfalls an ihm selber liegen. Das ist undenkbar. Deshalb muss er Schuldige finden, die fxfcr sein Los verantwortlich sind."
" "Es liegt an mir." – "Die anderen sind schuld." Diese beiden Momente schliexdfen sich nicht aus. Im Gegenteil, sie steigern einander nach dem Modell des Circulus vitiosus. Aus diesem Teufelskreis kann der radikale Verlierer sich durch keine Reflexion befreien; aus ihm zieht er seine unvorstellbare Kraft."
" Der einzige Ausweg aus dem Dilemma ist die Fusion von Zerstxf6rung und Selbstzerstxf6rung, Aggression und Autoaggression. Einerseits erlebt der Verlierer im Moment seiner Explosion eine einmalige Machtfxfclle. Seine Tat ermxf6glicht es ihm, xfcber andere zu triumphieren, indem er sie vernichtet. Andererseits trxe4gt er der Kehrseite dieses Machtgefxfchls, dem Verdacht, dass sein Dasein wertlos sein kxf6nnte, dadurch Rechnung, dass er ihm ein Ende macht."
3. De rechtse romanticus
Een derde beeld is van Tristan die onder invloed staat van de "rechtse romantiek". Daarbij gaat het om verzet tegen:
1. de stad die een ontworteling met zich mee brengt en materialisme kweekt
2. rationalisme en wetenschappelijkheid.
3. de eerloze bourgeoisie, de gemakzuchtige anti-held
4. de secularisering (ontkerkelijking) van de samenleving
Deze indeling is gebaseerd op Occidentalisme geschreven door Ian Buruma en Avishai Margalit.
Tritan's vader is gelieerd aan het Civilistisch Appel. En wie de website bezoekt van deze beweging ziet in feite de bovenstaande vier punten weer terug keren.
De politieke analyse begint als volgt:
" De diepste grond van de huidige geestelijke crisis in de westerse wereld is hierin gelegen dat nogal wat mensen zijn ontworteld van hun geestelijke voedingsbodem: hun is in geestelijke zin de bodem onder hun voeten weggeslagen.
Dientengevolge stuurloos zwalken zij rond over een oceaan van verwarring, vol dwaallichten en verraderlijke stromingen. Een dominante geestesstroming in onze westerse wereld tracht expliciet of impliciet de mens te maken tot een vernietiger van hetgeen zich vanuit de menselijke natuur en via de menselijke ervaring in de loop der geschiedenis ontwikkeld heeft en tot een aanbidder van al wat x91progressiefx92 heet te zijn, doch in waarheid tegennatuurlijk, dwaas en gexebxalteerd, doch bovenal zelfvernietigend is.
Fenomenen van deze op drift geraking en stuurloosheid zijn ondermeer de verabsolutering van het autonomiebeginsel (riskante psychiatrische patixebnten kunnen soms moeilijk worden opgenomen), het laten prevaleren van de privacy en het belang van misdadigers ten nadele van de veiligheid in de samenleving en het rigoureus doortrekken van het gelijkheidsbeginsel (het x91homohuwelijkx92 bijvoorbeeld) ook waar dit tot ongerijmde consequenties leidt.
A. Individualisme
Een sterk redeneren vanuit het x91ik-gerichtex92. x93Ik vind datx85x94; x93ik heb het recht omx85x94; x93ik vind dat fijn, en dusx85.x94 Deze mentaliteit brengt met zich mee dat er slechts in geringe mate vanuit verbanden wordt gedacht en gevoeld. Dus niet vanuit het volksverband (denk bijvoorbeeld aan vaderlandsliefde, nationaal gevoel, nationalismex85) en niet zozeer vanuit familieverbondenheid, ja zelfs gezinsverband. We weten allen dat in onze tijd het gezinsverband als coherente en affectief op elkaar betrokken basiseenheid met een hixebrarchische structuur in de samenleving door menige invloed van buitenaf en tengevolge van een sterke accentuering van de x91ik-gerichtex92 mentaliteit onder druk is komen te staan. Deze tendens is ingeluid door ontwikkelingendie de groepsbinding hebben verminderd, zoals de urbanisatie en de ontkerkelijking.
De solidariteit tussen verder verwijderde verwanten dan de eigen gezinsleden is ook sterk gexebrodeerd. We zijn veraf komen te staan van de clangeest binnen de x91extended familyx92. Nationaal besef, vroeger vaderlandsliefde geheten, is een schaduw van wat het eens geweest is. Naast evidente nadelen uit een oogpunt van cohesie van de samenleving en sociale controle wil ik niet ontkennen dat deze ontwikkeling in sommige opzichten het leven ook aangenamer heeft gemaakt. Echter, ingevolge de huidige Zeitgeist schiet de individualisering door en leidt tot atomisering van de samenleving.
B. Secularisatie
De geloofssubstantie is sterk gexebrodeerd. Geloofskennis is veelal niet meer aanwezig en de relevantie van het christelijk geloof voor het maatschappelijk handelen wordt als zwak ervaren, behalve uiteraard in overtuigd-christelijke kring. Het aantal kerkeleden heeft, zeker ook in Nederland, een historisch dieptepunt bereikt en daalt nog gedurig. Bij niet-weinigen, zeker ook onder de jeugdigen, is deze tendens mede oorzaak geweest van het afslijten van de gewetensfunctie, de ethische code, hetgeen weer leidt tot het volgende verschijnsel."
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Laat ik duidelijk zijn: volgens mij heeft dit gedachtengoed als zodanig geen enkel rechtstreeks verband met de daad van Tristan van der Vlis. Een gewelddadige eruptie had ook anders waarschijnlijk wel plaatsgevonden. Maar ik denk wel dat dit gedachtegoed er mogelijk toe heeft bijgedragen dat hij zich van de huidige samenleving 'vervreemd' heeft gevoeld: 'uw samenleving is de mijne niet'.
Het is deze mix van: psychose, underdog-gevoel en vervreemding die tot een explosief cocktail is verwordenx85